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Warum es das Scrum Master Journal gibt

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Ich habe lange Zeit als Softwareentwickler gearbeitet und bin mit agilem Arbeiten und Scrum im Speziellen in Berührung gekommen. Mich hat die neue Arbeitsweise fasziniert und ich habe mich entschlossen selbst Scrum Master zu werden. Ich wollte Teams und Organisationen unterstützen, um effektiver zu arbeiten und zielgerichteter Produkte zu entwickeln.

Als ich das erste Mal selbst hauptverantwortlich als Scrum Master gearbeitet habe, wurde ich von der Komplexität der Aufgaben und Erwartungen nahezu erschlagen. Ich war von der Vielschichtigkeit und der Menge der Interaktionen und Probleme überwältigt. Bei der Scrum Master Schulung wird man darauf wenig vorbereitet. Und so musste ich mich selbst im Dschungel des agilen Arbeitens zurechtfinden.

Mir kam es so vor, dass Kollegen und Mitarbeiter die Erwartungshaltung hatten, dass ich jedes Problem lösen konnte, schließlich trage ich das Wort „Master“ in meiner Rolle. Zu Beginn habe ich mehr reagiert als agiert. Ich kam mir teilweise wie ein Feuerwehrmann vor, der versucht mehre Brände gleichzeitig zu löschen. Neben den Fragen und Problemstellungen zu Methoden und Techniken von agilem Arbeiten wurde ich mit Teamdynamiken, Konflikten und politisch motivierten Auseinandersetzungen konfrontiert.

Es war schwer für mich, den Überblick über die vielen Interaktionen, Probleme und Herausforderungen der Teammitglieder zu behalten. Ich konnte mich teilweise nicht daran erinnern, wie ich auf bestimmte Situationen reagiert habe. So war es für mich auch kaum möglich mein Handeln zu reflektieren. Ich habe gemerkt, dass ich so meinem Team und meiner Organisation nicht helfen kann.

Wonach habe ich eigentlich gesucht?

Ich wollte in mein Handeln mehr Struktur bringen. Ich wollte meine Beobachtungen, Wahrnehmungen und Interventionen nachvollziehen können. Und zwar über mehrere Sprints hinweg. Ich wollte überprüfen können, wie Veränderungen, die ich vorangetrieben habe, wirkten.

Wie habe ich das gemacht?

Ich habe mich auf die Feedback-Schleifen, die Scrum charakterisieren, zurückbesinnt. Ich brauchte also eine Möglichkeit mir selbst Feedback geben zu können. Dazu gehört, dass man sich zum einen dafür Zeit nimmt. Zum anderen gehört dazu, dass man auf Vergangenes zurückblicken kann.
Das Scrum-Team hat drei Artefakte, die die Feedback-Schleifen unterstützen: Das Produkt Backlog, das Sprint Backlog und das Produkt-Inkrement. Welches Artefakt habe ich nun als Scrum Master? Keins!

Ich benötigte also ein Artefakt bzw. ein Werkzeug, dass mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützt.

Das Journal ist entstanden, weil ich meine vielen Interaktionen, Probleme und Herausforderungen festhalten wollte. Ich wünschte mir regelmäßig mein Handeln reflektieren zu können und Entscheidungen nachvollziehen zu können. Zusätzlich sollte es mir einen roten Faden und Struktur bieten, damit ich zu einem Scrum Master werde, den mein Team wirklich benötigt! Das Führen eines Journals bringt einen ganz wichtigen Aspekt mit sich: Ich nehme mir Zeit, mein Handeln zu reflektieren! Scrum-Teams haben Routinen (die Scrum-Ereignisse), die ihnen Struktur verleihen. Als Scrum Master habe ich mit dem Journal nun auch eine Möglichkeit meine eigene Routine zu entwickeln.

  • Scrum Master Journal - Selbstführungstool für Scrum Master
  • Scrum Master Journal - Werte und Grundsätze eines Scrum Masters
  • Scrum Master Journal - Stärken und Schwächen als Scrum Master
  • Sprint-Kalender
  • Struktur im Sprint
  • Sprint Retrospektiven schnell vorbereitet
  • Reflexion als Scrum Master
  • Einzelgespräche als Scrum Master

Durch das Benutzen des Journals bin ich klarer in meinen Aktionen geworden. Ich kann meinen Teams genau aufzeigen, welche Baustellen wir als Scrum-Team noch haben. Ich kann meinen Teams auch die Erfolge, die wir zusammen erzielt haben, einfacher sichtbar machen. Meine Teams fokussieren sich nicht auf das Negative, sondern nehmen die erreichten Erfolge als Ansporn für weitere Verbesserungen. Mir hilft das Journal zusätzlich meine persönliche Entwicklung als Scrum Master zu verfolgen und auszubauen.

Ich habe das Scrum Master Journal über viele Monate weiterentwickelt. Ich habe gelesen, gesucht, gesammelt und ausprobiert. Ich habe mich mit vielen anderen Scrum Mastern und Agile Coaches ausgetauscht und das Scrum Master Journal verfeinert.

Ursprünglich habe ich das Scrum Master Journal rein für mich entwickelt. Meine Anforderung war, ein einfaches Ritual zu etablieren, mein Handeln als Scrum Master zu reflektieren und Verbesserungen für meine Teams und mich voranzutreiben. Das Scrum Master Journal ist mein täglicher Begleiter. Wenn ich es nicht benutze, dann fehlt mir etwas. Ich merke dann, dass ich meinem Team nicht genauso gut helfen kann. Ich wünsche mir sehr, dass du als Scrum Master und dein Team genauso davon profitieren werdet.

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